NoContact | KeinKontakt

Meine Vision
Kontaktabbruch in der Familie kenne ich als Mutter, als erwachsenes Kind und als Schwester. Diese unterschiedlichen Erfahrungen haben meinen Blick verändert.
Mit NoContact | KeinKontakt schaffe ich einen Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen nebeneinander Platz haben – und Menschen die Möglichkeit bekommen, über ihre eigene Perspektive hinauszublicken.
Warum ich diesen Raum schaffe
Der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation kann Halt geben. Zu erfahren, dass andere ähnlich fühlen, kann die Einsamkeit ein wenig lindern. Wenn ausschließlich dieselbe Perspektive vorkommt, können andere Erfahrungen jedoch aus dem Blick geraten.
Deshalb möchte ich hier Stimmen von Eltern, erwachsenen Kindern und anderen Angehörigen zusammenbringen. Nicht, um zu entscheiden, wer recht hat. Sondern um Raum für Fragen zu öffnen: Was könnte mein Gegenüber anders erlebt haben? Was habe ich bisher nicht gesehen? Welchen Anteil kann ich selbst erkennen?
Was meinen Blick verändert hat
Ich kenne Kontaktabbruch aus zwei unterschiedlichen Rollen: als Mutter und als erwachsenes Kind. Erst meine eigene Entscheidung, den Kontakt zu meinen Eltern abzubrechen, hat mir geholfen, manches aus der anderen Perspektive besser zu verstehen.
Dadurch sind auch Fragen an mein eigenes Verhalten entstanden. Rückblickend erkenne ich, dass ich mit manchen Dingen verletzt habe, ohne mir ihrer Wirkung damals bewusst zu sein. Mich damit auseinanderzusetzen bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen – auch dort, wo sich Vergangenes nicht rückgängig machen lässt.
Ich wünsche mir Nähe. Gleichzeitig möchte ich nicht, dass ein anderer Mensch dafür seine Grenzen übergeht. Auch diese Spannung gehört zu meiner Geschichte und prägt die Haltung dieses Projekts.
Verstehen, ohne Grenzen aufzugeben
Unterschiedlichen Erfahrungen zuzuhören bedeutet nicht, jede Handlung gutzuheißen oder Verletzungen kleinzureden. Auch wenn wir das Gegenüber besser verstehen, dürfen eigene Grenzen bestehen bleiben.
Dieser Raum soll weder zu Kontaktabbruch noch zu Versöhnung drängen. Er soll dazu einladen, genauer hinzusehen – auf die Erfahrungen anderer und auf den eigenen Anteil. Ob daraus eine Annäherung entsteht, bleibt offen. Auch ohne erneuten Kontakt kann diese Auseinandersetzung wertvoll sein.
Geplant ist …
Du sollst deine Erfahrung unkompliziert mitteilen können. Eine anonymisierte Veröffentlichung kommt nur mit deiner gesonderten Zustimmung und nach redaktioneller Prüfung infrage. Ergänzend sollen verständliche Informationen, Forschung und Hinweise auf seriöse Anlaufstellen Orientierung bieten.
Was mir noch am Herzen liegt
Hilfe weitergeben
Eine schwere Erkrankung kann das Leben einer Familie von einem Tag auf den anderen verändern – auch finanziell. Selbst wenn nach außen alles abgesichert wirkt, können plötzlich Unterstützung und ganz praktische Entlastung nötig werden.
Ich habe selbst erlebt, wie viel schnelle, unbürokratische Hilfe in einer solchen Zeit bedeuten kann. Diese Erfahrung ist geblieben. Deshalb möchte ich hier auf Organisationen aufmerksam machen, die schwer kranke Kinder und ihre Familien unterstützen.
Wenn dir meine Arbeit auf NoContact | KeinKontakt etwas bedeutet und du etwas zurückgeben möchtest, freue ich mich, wenn du eine dieser Organisationen unterstützt. Ob und wie viel du geben möchtest, entscheidest allein du.
Die Links führen zu den offiziellen Spendenseiten der jeweiligen Organisationen. Deine Spende wird dort abgewickelt. Ich nehme kein Geld entgegen und erhalte keinen Anteil.